Lukas Stamm ist Komponist, Pianist und Cembalist. Aufgewachsen in Schaffhausen studierte er Komposition, Klavier und historische Tasteninstrumente in Freiburg im Breisgau und Luzern. Prägende Lehrer waren und sind insbesondere Jörg Widmann, Dieter Ammann, Florian Hoelscher und Benjamin Moser.
Weitere wichtige Impulse für sein musikalisches Schaffen erhielt er unter anderem von Alberto Posadas, Helmut Lachenmann, Brice Pauset, Manfred Schreier, Stefan Wirth, Bettina Seeliger, Christine Schornsheim und Jörg-Andreas Bötticher.

Im Zentrum seiner interpretatorischen wie kompositorischen Arbeit steht die Frage nach dem Verhältnis der Gegenwart zu Geschichte und Tradition. Aus diesem Grund ist ihm die Suche nach einer historisch adäquaten Interpretation und das Spiel auf historischen Tasteninstrumenten ein wichtiges Anliegen. Er ist künstlerischer Leiter und Cembalist des Barockensembles Prospero Consort.

Weitere zentrale Fragestellungen seines Schaffens umfassen das Verhältnis zwischen Sprache und Musik sowie zwischen Mensch und Mensch, weshalb er auch mit Begeisterung als Liedbegleiter, Kammermusiker und Pädagoge tätig ist.

Seine Werke wurden von Ensembles wie dem ensemble für neue musik Zürich, Mondrian Ensemble, Ensemble Sargo oder der camerata Zürich uraufgeführt. 2014 wurde er mit dem Schaffhauser Contempo-Förderpreis und 2019 mit dem Kulturförderpreis der Internationalen Bodenseekonferenz ausgezeichnet.