Porträtartikel schaffhauser az, 3.1.2020 Hier zur Ansicht

„Lukas Stamm schafft es, jedem seiner Stücke den Zauber zurückzugeben, den sie in sich tragen. Ohne den Belast der ­zugeschriebenen Inter-pretationen. Doch ganz besonders wird es, wenn in seinen eigenen Werken die Stille anfängt zu ­reden. Das Publikum ist wie betäubt. Langer Applaus, Zugabe und die Freude, von ihm, dem jungen Komponisten, in Zukunft noch mehr zu hören.“

Schaffhauser Nachrichten, 13.1.2020

„Lukas Stamm gilt als Brückenbauer. Nicht nur zwischen den Jahrhunderten, sondern auch zwischen Analyse und Herz. Seine Art, einer Komposition eines Bachs oder Beethovens zu helfen, den Ballast der Erwartungen und ­Zuschreibungen abzuschütteln, um sich so auszudrücken wie der junge Musiker denkt, dass sie klingen möchte, ist ein besonderes ­Erlebnis.“

Schaffhauser Nachrichten, 6.1.2020

„Einer, der keine Angst hat, auf der Basis der langen Tradition neue Musik zu schreiben“

Schaffhauser Nachrichten, 31.5.2018

„Wo hört die Vergangenheit auf? Wo beginnt die Zukunft? Wie fasst man jenen flüchtigen Moment des Hier und Jetzt? Kaum ist er da, ist er schon wieder weg. Das «Jetzt» ist immer schon vorbei, wenn man sich seiner bewusst wird. Lässt sich wenigstens eine musikalische Antwort finden?
Bei den «New Music Days» im Neubad Luzern ist es am ­Eröffnungskonzert der Zürcher [sic!] Lukas Stamm, der in seinem Stück «… solo un sussurro …» diese Frage umtastet. In seinem «Flüsterstück» bewegen sich das Altsaxofon, das Piano und das Schlagwerk des «Ensembles Sargo» wie in einer Zwischenwelt. Das Blasen ein Wind, die Tasten ein Flattern, die Perkussion ein Streicheln. Ein Gemisch aus Ton und Zeit, kaum da, ist es bereits entschwunden.
Es ist ein überzeugendes Beispiel der [präsentierten] neuen Werke.“

Luzerner Zeitung, 28.6.2019

„So wechselten sich tänzerische Elemente, zärtliche, fröhliche oder klagende Stimmungen mit spritzigen und feurigen Teilen ab, und in der virtuosen «Follia» von Vivaldi steigerten sie sich bis an die klanglichen Grenzen ihrer Instrumente zu einem wahren furioso , das einen ausgelassenen, verrückten venezianischen Karneval plastisch vor dem geistigen Auge entstehen liess. Lukas Stamm bewies in einer hübschen improvisatorischen Überleitung zwischen zwei Chaconnen seine umfassende Begabung. Die unbändige Musizierlust und der Sinn für Amüsement und Lustbarkeit zogen sich durchs Programm, nur die extrava­ganten Maskeraden musste man sich zusätzlich vorstellen.“

Schaffhauser Nachrichten, 23.2.2020

„[…] wunderbar ruhig begleitet von Lukas Stamm am Cembalo. Er spielt die lange Kadenz im ersten Satz mit Verzögerungen, welche Raum zwischen den virtuosen Läufen lassen. Und das finale Allegro gestalten all mit unwiderstehlichem, temperamentvollen Vorwärtsdrängen. Bach mit Sturm und Drang!“

Luzerner Zeitung, 6.7.2019